Wind, Gezeiten und See



Und wie ist der Wind ?

Umrechnungstabelle von m/s, km/h, Knoten und Windbezeichnungen in Beaufort

Wie schnell ist mäßig bis frisch..?
Viele Wetterberichte geben die Windgeschwindigkeiten in m/s als korrekte physikalische Einheit für Geschwindigkeit im SI an. Die viel handlicheren Windstärken sind natürlich zum Segeln viel praktischer und meist ausreichend. Auch das Vokabular im Wetterbericht (Steif, stürmisch..(hat nix mit 0190er Nummern zu tun)) sind natürlich meist nicht zufällig gewählt. Diese Tabelle soll eine kleine Hilfe sein, man sollte sie immer dabei haben.

Für alle die selber rechnen möchten:
1 m/s = 1,944 kn = 3,600 km/h
1 km/h = 0,278 m/s = 0,540 kn
1kn = 1,852 km/h = 0,5144 m/s


 

m/s  Beaufort  Knoten  km/h  Auswirkungen an Land   Auswirkung
auf See
 
unter 0,3  0
Windstille
 
unter 1  unter 1  vertikale Feuerzeugflamme  Spiegelglatte See, sanfte See 
0,3 - 1,5  1
leichter Zug  
1 - 3  1 - 5  Windrichtung ist an Gräsern nicht erkennbar  Schuppenförmige Kräuselwellen  
1,6 - 3,3  2
leichte Brise  
4 - 6  6 - 11  Wind ist im Gesicht spührbar   Kleine Wellen,
Kämme brechen sich nicht
 
3,4 - 5,4  3
schwache Brise  
7 - 10  12 - 19  Dünne Zweige
und Blätter bewegen sich und rascheln
 
Wellenkämme
beginnen sich zu brechen
 
5,5 - 7,9  4
mäßige Brise  
11 - 15  20 - 28  Dünne Äste
bewegen sich
Staub wirbild auf
 
Noch kleine Wellen,
jedoch vielfach
weiße Schaumkronen
 
8,0 - 10,7  5
frische Brise  
16 - 21  29 - 38  Boote kleinere Bäume schwanken im Wind   Mäßig lange Wellen
mit Schaumkämmen
 
10,8 - 13,8  6
starker Wind  
22 - 27  39 - 49  Pfeifton an den Wanten, Masten, Stromleitungen   Bildung großer Wellen,
größere Schaumflächen
 
13,9 - 17,1  7
steifer Wind
 
28 - 33  50 - 61  Spürbarer Wiederstand
beim Gehen auf dem Steg
 
See türmt sich,
Schaumstreifen
in Windrichtung
 
17,2 - 20,7  8
stürmischer Wind  
34 - 40  62 - 74  Zweige brechen
von den Bäumen
Gehen wird
erheblich erschwert
 
Hohe Wellenberge,
Gipfel beginnen
zu versprühen
 
20,8 - 24,4  9
Sturm  
41 - 47  75 - 88  Kleinere Schäden
an Gebäuden und Dächern im Hafen
 
Dichte Schaumstreifen,
rollende See,
Gischt verweht, Sichtbehinderung
 
24,5 - 28,4  10
schwerer Sturm
 
48 - 55  89 - 102  Bäume werden entwurzelt
bedeutende Schäden
 
Sehr hohe Wellenberge,
verbreitet weißer Schaum,
Sicht ist durch Wind und Gischt beeinträchtigt, See rollt schwer und stoßartig
 
28,5 - 32,6  11
orkanartiger Sturm  
56 - 63  103 - 117  schwere Sturmschäden   Außergewöhnlich hohe Wellenberge,
Wellenkämme zu Gischt verweht,
Sicht stark herabgesetzt
 
über 32,7  12
Orkan
 
über 64  über 118  katastrophale Orkanschäden   See vollständig weiß,
Luft voller Schaum und Gischt,
keine Fernsicht mehr möglich
 


Wetterfähnchen

Synoptische Wetterkarten
Wer kennt das Problem, vor dem Segeltörn noch mal schnell auf die Wetterkarte beim Hafenmeister geschaut und alles was man einmal in der BR-Schein (bzw.SKS) Püfung gewusst hat, hat man wieder vergessen...


 

Wetterschlüssel und Symbole Die Wetterschlüssel ("Wetterfähnchen") rechts im Bild, sind nicht im Verhältnis zueinander aufgetragen



Zur Erinnerung, bei den Windstärken steht ein kurzer Strich für eine, ein langer Strich für zwei Windstärken. Ein Fähnchen für 10 Windstärken. Wenn einem mal die Fähnchen in Knoten begegnen, dann sind kein Strich zwei, kurzer Strich 5, langer Strich 10 und ein Fähnchen 50 Knoten. Der "Stiel" zeigt dabei immer in Windrichtung. Der Inhalt der Kugel zeigt den Grad der Bewölkung an.


 

Luftdruck

Wenn man die Wetternachrichten mitschreibt, dann bekommt man auch Werte für den Luftdruck. Die Schwerkraft der Erde wirkt natürlich auch auf die Luftmassen. Die Maßeinheit für Luftdruck ist Hektopascal (hPa, früher mBar). Damit man die gemessenen Werte verschiedener Stationen miteinander vergleichen kann, werden alle Drücke auf Meeresniveau (NN/NHN) bei 0 Grad C umgerechnet. Der mittlere Luftdruck beträgt auf Meereshöhe 1013 hPa. Die Isobaren auf einer Wetterkarte sind in der Regel in einem Abstand von 5 hPa eingezeichnet. Stehen die Isobaren eng, liegt also ein großer Druckgradient vor. Also viel Wind. Die einzelnen Druckwerte sind für gewöhnlich auf den Linien vermerkt. Ist der Luftdruck geringer als in der Umgebung, spricht man von einem Tief (zB. Sturmtief, Orkantief usw.) Der Wind dreht auf der Nordhalbkugel bei einem Tief immer gegen den Uhrzeigersinn in das Tief hinein. Bei einem Hoch im Uhrzeigersinn aus dem Hoch heraus. Dieser Effekt kommt durch Corioluskraft, bzw. die Rotation der Erde zustande. Die Werte für den Luftdruck eines Tiefs sind relativ und lassen keine Aussage über Tief oder Hoch zu. Fällt der Luftdruck in unseren Breiten innerhalb einer Stunde um mehr als 1-2 hPa ab ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Starkwind oder Sturm zu rechnen. Ein rascher Druckanstieg bedeutet aber nicht unbedingt eine rasche Windzunahme. Eine Solche Luftdruck/Zeit Prognoso ist jedich vom Breitengrad abhänig. Beträgt das Druckgefälle von 5 hPa auf einer Distanz von 100 sm, folgt hieraus ein starker Wind der Stärke 7-8 Bft. Bei 200 sm etwa 5, bei 300 etwa 3 Bft. Diese Angaben beziehen sich allerdings nur auf eine geographische Breite von 50 Grad.


 

Seegang

Wer sich den Seewetterbericht des deutschen Wetterdienstes anschaut, bekommt Werte für den Seegang in Metern. Aber auch der Petersen kann zur Einschätzung genutzt werden, als Anhaltspunkt kann man die Windstärken (Bft) nehmen. Die Seegangscala von 0-9 ist nach dem deutschen Kapitän Peter Petersen benannt. Sie wurde 1927 eigeführt, und ist seit 1939 international anerkannt und durch die World Meteorological Organization (WMO) eigeführt. Eine Sturmwarnung wird auf der Ostsee ab 1,5m Wellenhöhe und auf der Nordsee ab 3m im Rundfunk ausgesendet.


 

Windstärke in Bft  2 und 3  8-9  10  11 und 12 (>10) 
Seegang Petersen  0, spiegel glatte See   1, sehr ruhige see,   2, schwach bewegte See,   3, leiht bewegte See  4, mäßig bewegte See  5, grobe See  6, sehr grobe See  7, hohe See  8, sehr hohe See  9, äußerst schwere See 


Gezeiten

Auf der Seite des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), gibt es einen Gezeitenrechner.

Wirklich sehr schöner Link: Hier gif dad din Tiedenförrutberegnung ok up
Plattdütsch:
Hier die BSH Tiedevoerrutberegnung
http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Vorhersagen/
Gezeiten/Tiedenvoerrutberegnung.jsp

Für alle die Hochdeutsch bevorzugen:
Hier der BSH Gezeitenlink auch direkt für Seemannshöft (Finkenwerder), Schulau (HY Wedel) und Stadersand (Schwingemündung).
http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/
Vorhersagen/Gezeiten/index.jsp


Auf der BSH-Seite kann auch die aktuelle Strömung angezeigt werden:
Hier der Link für die Stromungskarten.




 

Hamburg Port Authority

Den Aktuellen Pegelstand und die der letzten 24 Std. im Hamburger Hafen kann man sich graphisch auf der Seite der Hamburg Port Authority (HPA) ansehen. Die HPA ist das zuständige Amt für die Elbe im Hamburger Hafen.
Pegelstände
http://www.hamburg-port-authority.de/
index.php?option=com_content&task=
view&id=129&Itemid=309&lang=german





 

Teletext:
Auf N3 Textseite 180 kann man die Tiedenvorhersage für den kommenden Tag an der Deutschen Küste bequem vom Fernseher aus lesen. Eine Abweichung vom mittleren HW bzw. NW wird angezeigt.


 

Wasserstandsanzeiger der Unterelbe

St. Pauli Landungsbrücken

Den aktuellen Wasserstand kann man auch selber ablesen: z.B. am Uhrenturm an den Landungsbrücken. Die Ziffern geben die Wassertiefe in dm an. Zeigt die Anzeige schwarze Ziffern, dann ist der Wasserstand über Kartennull.
Bei roten Ziffern unter Kartennull. Nachts ist das Transparent beleuchtet.




 

Süderelbemündung
Ein relativ neuer und genauer Wasserstandsanzeiger steht derzeit auf
dem grauen Radarturm am Köhlbrand. Der Radarturm steht an der
östlichen Spitze der Süderelbemündung in der Nähe des Klärwerks. Der
Wasserstand wird dreistellig in cm angezeigt, ein „E“ bzw. „F“ gibt
Auskunft über Ebbe oder Flut. Die Ziffern sind nachts beleuchtet
und sowohl aus östlicher, als auch aus westlicher Richtung
gut abzulesen.


 

Seemannshöft
Ein weiterer Anzeiger ist am Uhrenturm des Lotsenhauses am Bubendeyufer, vor dem Köhlfleeth bei Finkenwerder.
Der Turm zeigt drei bei Nacht beleuchtete Ziffern. Im ersten Fenster steht der Buchstabe "F" für Flut, oder "E" für Ebbe. Die Zahlen in den übrigen zwei fenstern geben den Wasserstand in dm an.




 

Stadersand
Der Pegel bei Stadersand zeigt den Wasserstand in Dezimetern. Eine Keil gibt an, ob das Wasser aufläuft oder abläuft. Je nachdem, ob die Spitze nach oben oder unten zeigt.


 

Yachthafen Cuxhaven
Der Radarturm in Cuxhaven kann das auch.
Er hat zwei Anzeigen: Die obere Anzeige zeit einen Winkel: Zeigt die Spitze nach oben, so haben wir Flut, das Wasser steigt. Zeigt die Spitze nach unten fällt der Wasserstand, Ebbe. Ein horizontaler Strich unter dem Winkel zeigt, dass der Wasserspiegel sich unter Kartennull befindet.Die Ziffern im unteren Feld geben die Differenz zwischen Wasserstand und Kartennull an. Am Tag zeigt die Tafel grüne Leuchtschrift, in der Nacht gelbe.