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 | Das Segelrevier |
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Wo man der Ronja begegnet
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Die Niederelbe
Die Ronja liegt im Hamburger Yachthafen Wedel, westlich der Hansestadt. Mit seinen über 2000 Liegeplätzen ist er der größte und modernste Yachthafen Europas. Die hohen Bäume und die Mole an den beiden Einfahrten bieten guten Schutz vor Schwell und Wind. Insgesamt liegen wir hier sehr ruhig und man fällt nicht trocken. Von hier aus geht es auf die Unterelbe, meist nach Westen. Die Unterelbe erstreckt sich über 60 Seemeilen S-förmig vom Hamburger Hafen bis Cuxhaven. Durch die schnell laufenden Tiden mit einem Tidenhub von rund dreieinhalb Metern und Strömungsgeschwindigkeiten zwischen 3 und 6 Knoten ist man nicht nur vom Wind abhängig. Somit wird der Gezeitenkalender oder die Tidenscheibe zum unerlässlichen Bestandteil der Ausrüstung. Eine tiefe Fahrrinne, die starke Strömung, Sandbänke und der rege Verkehr der Großschifffahrt machen diese Region zu einem anspruchsvollen Segelrevier. Während die Oberelbe ein Binnengewässer ist, gilt auf der Unterelbe Seerecht, man benötigt also einen Sportbootführerschein See (ab 5 PS). Wer gerne nachts oder in der Dämmerung segelt, sollte Erfahrung und gutes Kartenmaterial mitbringen.
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Noch weit vor dem Hamburger Hafen, in der Nähe des Hafen Oortkaten auf der Oberelbe, teilt sich der Fluss auf einer Länge von 15 km in Norder- und Süderelbe und bildet eine Art Insel. An der Teilungsstelle, der Bunthausspitze befindet sich mit 5,5m Höhe der kleinste Leuchtturm der Unterelbe. Der kleine Holzturm ist allerdings nicht mehr in Betrieb. Heute übernehmen eine paar Leuchttonnen seine Aufgabe. Von der Elbe umschlossen liegen Wilhelmsburg, Veddel und der Hamburger Freihafen mit zahlreichen großen und kleinen Zufahrten zu den Containerterminals, Werften, Raffinerien und Industriehäfen.
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Zu Beginn der Hamburger Innenstadt erreicht man die neuen und alten Elbbrücken. Die Durchfahrtshöhe ist hier nicht besonders groß, so dass man sie mit gelegtem Mast passieren muss. Gleichzeitig ist dies auch der offizielle Beginn der Niederelbe. Von hier an ist die Elbe bzw. Norderelbe dann frei von Brücken. Eine Verbindung zwischen Norder- und Süderelbe ist der Kanal Reiherstieg auf der Südseite, der kurz vor dem „König-der-Löwen-Musicalzelt“ von der Norderelbe abzweigt.
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Nach Rotterdam und Antwerpen ist der Hamburger Hafen der drittgrößte Seehafen Europas und bietet 320 Seeschiffen und 38 Containerschiffen einen Liegeplatz. Im Jahr 2004 liefen 11.522 Schiffe Hamburg an. 2006 wurden hier 8,9 Millionen Container und mehr als 135 Mio. Tonnen Seegüter umgeschlagen. 2007 waren es dann schon ganz knapp 10 Mio. Container die das Wachstum des Hafens widerspiegeln. Neben den großen Containerschiffen, Feedern, Tankern und Frachten (Bulker), schippern hier noch zahlreiche Barkassen, Fähren, Schlepper, Lotsenboote, Bunkerschiffe und Ausflugsdampfer herum. Und genau so segelt es sich hier auch. Wer ein Funkgerät an Bord hat sollte wegen dem starken Verkehr im gesamten Hafengebiet den Kanal 74 (Hamburg Port Traffic) abhören. Des Weiteren die Kanäle 13, 14, 16 der Verkehrszentrale.
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Auf der Nordseite der Norderelbe, von den Elbbrücken bis zur Kehrwiederspitze, nimmt derzeit die Hafencity in beeindruckender Weise immer mehr Gestalt an. Neben der geplanten Elbphilharmonie auf dem Kaispeicher A, werden hier in naher Zukunft auch ein Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen und zwei große Marinas im Grasbrook- und Baakenhafen entstehen. Am Grasbrook steht derzeit das Hamburg Cruise Center, wo regelmäßig Kreuzfahrtschiffe festmachen. Direkt am Ufer steht der orange "View Point", ein Aussichtsturm, von wo aus man z.B. anlegende Kreuzfahrtschiffe aus der Nähe betachten kann.
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Fährt man auf der Norderelbe Richtung Landungsbrücken, gibt es hier seit 1992 den City Sporthafen. Er liegt direkt an der Überseebrücke, in Nachbarschaft zur historischen Speicherstadt und zur Hafencity. Hier liegt auch das Feuerschiff LV13. Allerdings stammt das Feuerschiff nicht von der Elbe, sondern lag damals vor der englischen Küste. Von hier aus erreicht man zu Fuß schnell die Landungsbrücken oder mit der U3 nach zwei Stationen die Innenstadt und das Rathaus. Direkt am Baumwall mündet auch die Alster in den Hafen. Durch die Schaartorschleuse am Binnenhafen, unter mehreren sehr tiefen Brücken und der Alsterschleuse am Rathausmarkt hindurch, erreicht man dann Binnen- und Außenalster. Die Außenalster lädt vor allem Jollenseger zum Segeln mitten in der Innenstadt ein.
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Zurück auf der Elbe sind es von hier bis zur Nordsee noch 110 km. Direkt an die St. Pauli Landungsbrücken mit dem alten Elbtunnel, der Rickmer Rickmers, den alten Barkassen und der Cap San Diego, schließt sich der Altonaer Fischmarkt mit der Fischauktionshalle an. Gegenüber sind das Trockendock 17 und die beiden Schwimmdocks (10 u. 11) der Blohm+Voss Werft. Im Anschluss an den ehemaligen Anleger der Englandfähre passiert man ein futuristisches, schiffähnliches Gebäude beim Docklandanleger und den alten Fischereihafen. Er wird von einem langen Leitdamm begrenzt auf dessen Mitte ein kleiner, grauer Radarturm steht. Auch dieser Leitdamm wird bei Flut oft überspült. Momentan gibt es Pläne am Fischereihafen demnächst einen Yachthafen zu bauen. Auf der Südseite liegen Containerschiffe beim Container Terminal Tollerort (CTT). Auf der Nordseite liegen die Schlepper am Westkai direkt vor der neuen Elbpromenade in Neumühlen.
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Gegenüber hinter dem Klärwerk, am Köhlbrand vereinigen sich Norder- und Süderelbe endlich wieder. Von der Mündung der Süderelbe aus kann man die große Köhlbrandbrücke und den vollautomatischen Containerterminal Altenwerder (CTA) erkennen, dem ein ganzes Dorf weichen musste. Weiter flussabwärts auf der Nordseite ab dem Museumshafen Övelgönne, hat die Elbe dann endlich auch einen Strand. Im Museumshafen kann man u.a. den historischen Dampf-Eisbrecher Stettin oder das Feuerschiff ELBE 3 besichtigen. An dieser Stelle unterkreuzt auch die A7 in den vier 3,1 km langen Elbtunnelröhren die Elbe nach Waltershof. Von hier an haben die Wellen die Möglichkeit etwas auszulaufen, so dass das Wasser etwas ruhiger wird. Kurz vor Strandende auf Höhe von Tonne 134 am Övelgönner Strand, liegt der alte Schwede. Ein riesiger, 217 t schwerer Findling, der 1999 aus dem Fluss geborgen wurde und im laufe der Eiszeit aus Schweden einwanderte.
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Am Südufer liegen die Containerriesen am Burchardkai der HHLA (CTB). Direkt an der Norderelbe ist der Althabasterkai, der zum CTB gehört. Der Althabasterkai wurd nach dem gleichnamigen Schiff benannt, welches hier auf Grund lief und dessen Laterne hier vor vielen Jahren aus dem Wasser ragte. Als nächstes zweigt der Parkhafen, als Zufahrt zum Waltershofer Hafen und zum Petroleumhafen ab. Neben dem Container Terminal Burchardkai befindet sich hier auch der Eurokai von Eurogate, wo derzeit die größten Containerbrücken der Welt, die die Schiffe be- und entladen. Am Ende der Parkhafeneinfahrt steht am Ufer direkt vor einem Radarturm bei den Öltanks, das Oberfeuer der Richtfeuerlinie Bubendey-Ufer. Das Bubendey-Unterfeuer trägt ein hölzernes Topzeichen und steht direkt am Fähranleger etwas flussabwärts. Nicht viel weiter am Lotsenhaus gelangt man im Köhlfleet nach Finkenwerder. Neben dem Köhlfleethafen und der Dampferbrücke (Fähranleger der Linien 62/64) befinden sich im Kölfleet auch der Tankschiffhafen, der Kutterhafen mit historischen Ewern und Finkenwerder Fischkuttern und die Stackmeisterei (der HPA).
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Der Uhrenturm der alten Lotsenstation am Seemannshöft markiert für einlaufende Schiffe den Hafenbeginn. Hier befindet sich auch die Schiffsmeldestation, wo sich alle ein- bzw. auslaufenden Schiffe anmelden müssen. Von hier aus starten die Hafenlotsen mit der weiß-roten Flagge. Auf Höhe von Teufelsbrück kann man beobachten, wie die Hafenlotsen von dem Lotsenboot über die Jakobsleiter oder Lotsenluke auf die Seeschiffe übersetzen und die Elblotsen ablösen oder umgekehrt. Zwei weitere Verkehrszentralen sind in Brunsbüttel und Cuxhaven. Als nächster kleiner Kanal direkt im Anschluss an den Köhlfleet auf der Südseite zweigt der Steendiekkanal ab. Auch hier gibt es ein paar Bootsstege und eine Bootswerft. Nebenbei gibt es in dieser Gegend zwei kleinere Sperrgebiete. Am Ufer folgt nun der Rüschpark mit dem Airbusgelände und dem Fähranleger (64 nach Teufelsbrück / Airbus Werkslinie 68). Hinter Finkenwerder verläuft noch die alte Süderelbe. Sie endet heute jedoch blind vor dem Mühlenberger Loch und erinnert daran, das Finkenwerder einst eine richtige Elbinsel war.
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Ein großer Teil des Mühlenberger Lochs musste leider im Rahmen der Airbuserweiterung zugeschüttet bzw. aufgespült werden. Dann kommt schon der Yachthafen Rüschkanal (der größte Yachthafen in Hamburg). Der Rüschkanal liegt direkt neben der umkämpften Landebahn der Airbus-Werft Finkenwerder. Die Hafeneinfahrt ist an beiden Seiten durch ein Molenfeuer gekennzeichnet. Auf der Ostmole der Hafeneinfahrt steht ein begehbares rotes Unterfeuer. Das kleine Oberfeuer befindet sich auf dem Dach eines Airbusgebäudes. Die Richtfeuer haben eine rote Kennung, bei Dunkelheit leuchten hier allerdings noch eine Vielzahl anderer roter Lichter an der Landebahn und auf den Gebäuden.
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Ein paar Stege befinden sich bereits direkt hinter der Hafeneinfahrt. Um den "Haupthafen" zu erreichen muss man noch Teile des alten U-Bootbunkers Fink 2 passieren. Die Airbuslandebahn endet hier direkt am Elbufer. Es kommt also gelegentlich schon vor, dass ein Flugzeug, z.B. sogar ein A380, oder das Transportflugzeug Beluga, im Landeanflug oder Steigflug die Elbe kreuzt. Entsprechende Schilder am Ufer weisen darauf hin. Auch bei Airbus machen große RoRo-Frachtschiffe mit Flugzeugteilen fest (z.B. Ville de Bodeaux, 21513 BRZ).
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Mit der Großstadt und dem "Tor zur Welt" nun im Rücken, spürt man immer schon die Nähe zur Nordsee. Die Elblandschaft ist wirklich sehr reizvoll. Industrie und Natur geben sich hier abwechselnd die Hand, so segelt man hier vor spannender und kontrastreicher Kulisse. Der Fluss ist nicht nur Wirtschaftsmotor allein, sondern beeinflusst vor allem auch als Metronom im Sechsstundentakt das Leben in dieser Region. Auch wer schon oft auf der Elbe gesegelt ist, kann hier immer etwas Neues entdecken. Nicht zuletzt weil sich der Elbstrom und die Region permanent ändert. Hier gibt es neben den größeren Städten noch viele ländliche Fischereihäfen im Marschland, sehenswerte kleine Altstädte und eine Menge idyllische Liegeplätze in der Natur. Alle Nebenflüsse sind durch Sturmflutsperrwerke gesichert. Die Klappbrücken und Schleusen öffnen zum Teil nur zu bestimmen Zeiten, bei Signal oder bei Anruf über UKW. Man sollte berücksichtigen, das manche Häfen bei Ebbe teilweise oder ganz trocken fallen (Schlickhäfen) oder durch die vorbeifahrende Berufschifffahrt eine Menge Schwell abbekommen. Bei Niedrigwasser kann auch eine Barre die Einfahrt zu kleineren Häfen oder Kanälen behindern.
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Auf der Unterelbe fahren jetzt die "Großen Pötte", Schuten trifft man hier nur noch selten. Das Deichvorland ist, ab dem Hamburger Hafen, deutlich breiter als auf der Oberelbe. Neben einigen Wiesen und dichter bewachsenen Flächen mit befestigtem Ufer und einigen Stacks, gibt es immer wieder auch größere Sandstrände z.T. mit Buhnen. Im Schilf und auf den Feuchtwiesen finden mehr als zweihundert Vogelarten ausreichend Nahrung und einen Nistplatz. Daneben gibt es über 93 verschiedene Fischarten in der Elbe (z.B. Hecht, Zander, Aal, Stichling). Besonders schön zum Fahrtensegeln sind die unzähligen Häfen auf der Elbe, die man z.T. über einen der zahlreichen Nebenflüsse erreicht. Ideale Bedingungen für eine mehrtägige Tour oder einen Wochenendausflug. Da man viele Häfen von der Elbe aus nicht direkt sehen kann sollte man immer einen Elbeatlas oder eine Karte mitnehmen.
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In der Elbe gibt es immer wieder größere und kleinere Sande, die zum Teil bewachsen und bebaut sind. Im Sommer treffen sich auf der Insel zahlreiche Wassersportler am Strand. Hinter den Sanden, außerhalb des Fahrwassers findet man immer einen schönen und geschützten Ankerplatz. Die ersten Sande, aus Hamburg kommend am Südufer sind Schweinesand und Neßsand. Sie gehen direkt im Anschluss an das Mühlenberger Loch mit der Estemündung in Cranz und der Sitas Werft mit der Klappbrücke, in den Hanskalbsand über. Über die Este erreicht man nach dem neuen und dem alten Estesperrwerk z.B. Buxtehude. Die Estebrücke und das Sperrwerk erreicht man über UKW auf Kanal 10 (Este Bridge / Este Lock).
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Hinter Hanskalbsand verläuft die Hahnöfer Nebenelbe mit dem Jugendgefängnis auf Hahnöfer Sand. Gleich hinter der Westspitze von Hanskalbsand, am Südufer der Hahnöfer Nebenelbe, ist der Hafen Neuenschleuse/ Borstel. Am Nordufer der Elbe zu Beginn der Sande, erreicht man die Häfen Teufelsbrück und etwas später die Jollenhäfen von Mühlenberg und Blankenese. Die historische Seefahrersiedlung Blankenese auf dem Hamg, mit dem hübschen Treppenviertel und dem Strand ist ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger. Das rot-weiße Blankeneser Unterfeuer steht auf einem breiten, begehbaren Sockel direkt am Strand.
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Ab Ende 2008 soll hier ein neuer Leuchtturm entstehen und den Alten ablösen. Mit knapp 70m Höhe wird er dann der höchste Leuchtturm in Deutschland sein. Die Verlegung des Leuchtturms wird durch die Verbreiterung des Fahrwassers von 250 auf 385m Breite nötig. So können auch hier die größten Containerriesen einander passieren. Auf dem Hang östlich des Unterfeuers sieht man das Oberfeuer. Am Strand von Blankenese liegen noch zwei alte Schiffswracks, die bei Ebbe komplett sichtbar werden.
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Vorbei am Falkensteiner Ufer, der Anlegerbrücke und am schönen Gitterturm (Unterfeuer) Wittenbergen (und Tinsdal Oberfeuer) stehen die beiden Schornsteine eines großen Kohlekraftwerks. Hier bei Tonne 125 endet offiziell das hamburger Hafengebiet, den Funkverkehr übernimmt Brunbüttel Elbe Traffic auf Kanal 68. In der Nähe des Kraftwerks liegt Schnalles Hafen, wo u.a. noch an einigen alten Barkassen (z.B.Reeperbahn) gebastelt wurde. Mittlerweile wurde der Hafen geschlossen. Bei Wittenbergen verläuft auch in etwa die hamburger Landesgrenze, am Nordufer ist Schleswig-Holstein, am Südufer schon eine weile Niedersachsen. Als nächstes erreicht man das kleine Hafenbecken von Schulau, neben der berühmten Schiffsbegrüßungsanlage am Willkommenhöft. Direkt im Anschluss erreicht man hinter einer kleinen Bucht mit einem Beachclub, den Tonnenhafen des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) und die beiden Hafeneinfahrten vom Hamburger Yachthafen Wedel.
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Neben der Einfahrt zur Westanlage steht einer der zahlreichen weißen Radartürme, östlich davon kann man den Funkmast am Tonnenhafen sehen. Das Hafenbecken von Wedel kann man in eine Ost- und eine Westanlage mit jeweils eigenem Hafenmeister unterteilen. Hier gibt es im Übrigen auch eine BP Bootstankstelle und eine Werft. Der nun über einen Kilometer breite Fluss fließt nun leicht Richtung Norden und unser eigentliches Segelrevier beginnt. Die ganze Saison über gibt es hier zahlreiche Veranstaltungen und Regatten, z.B. "Das blaue Band der Niederelbe" (von Wedel nach Cuxhaven), Glückstadtregatta, Pagensandregatta, Elbaufregatta und viele, viele mehr.
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Von Wedel weiter, die Elbe hinab, ereicht man am Südufer schnell die Lühemündung mit dem Unterfeuer der Richtfeuerlinie Grünendeich-Lühe. Vor der Lühemündung kommen wieder ein Gitterleuchtturm (Grünendeich), und das alte weiße Backsteinunterfeuer Mielstack im Alten Land. Als nächstes unterquert man die bis zu 235m hohen Hochspannungsmasten, der Elbequerung. Der südliche Mast steht auf Lühesand. In der Mitte der Masten befindet sich eine Wendeltreppe mit einem Fahrstuhl im Inneren.
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Die Hochspannungsmasten sind die größten Europas. Sie haben eine Durchfahrtshöhe von 80m und sind sogar etwa 78m höher als der Kölner Dom. Genau darunter auf der Ostseite liegt das kleine Hafenbecken Hetlinger Schanze. Am Hafen lädt ein schöner Strand zum Sonnenbaden ein. Auf der Südseite (SW) nach Lühesand, steht das alte Leitfeuer Twielenfleth. Das kleine weiße Häuschen steht auf einem Gittersockel hinter dem Deich. Heute übernimmt ein modernes Leitfeuer außendeichs seine Aufgabe. Im alten Leuchtfeuer Twielenfleth kann man auf Anfrage eine Ausstellung historischer Modellschiffe besichtigen.
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Etwas weiter entfernt, erkennt man am anderen Ufer schon das hübsche weiße Leuchtturmhäuschen von Juelssand ("Karlchen"). Schon seit 100 Jahren leuchtet es den Schiffen den Weg. Als letztes befeuerte "Oma" Eilers die Gaslaterne. Ab 1967 wurde das Leuchtfeuer automatisiert. Am Ende der Landspitze bei Julessand mündet die Haseldorfer Nebenelbe. Sie verläuft hinter Bishorster Sand Richtung Deich und verbindet sich dort mit der Pagensander Nebenelbe. Die Haseldorfer Binnenelbe verläut z.T. auch im Deichvorland wo sie in der Haseldorfer Marsch weit verzweigt und ein ausgedehntes Prilnetz bildet.
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Hier erreicht man auch den kleinen Hafen von Haseldorf. Wie auch viele andere Häfen hat auch Haseldorf mit dem Schlick zu kämpfen. Naturfreunde können hier in den größten Süßwasserwatten Mitteleuropas den Seeadler beobachten (alle Nichtnaturfreunde können dies auch auf der Rückseite der deutschen Euromünzen tun). Zu diesem Naturschutzgebiet gehört auch das große Fährmannssander Watt hinter Wedel. Wer hier ankern möchte sollte sich im Sommer unbedingt etwas gegen Mücken mitnehmen, des Weiteren kann es hier zum Segeln etwas flach werden.
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Gegenüber, von Juelssand auf der Südseite (W), liegt Stade. Ein von uns immer sehr beliebtes Ziel am Wochenende. Der alte Hansehafen liegt mitten in der mittelalterlichen Altstadt mit vielen Bars, Cafés und einem Kino. Sehr zu empfehlen ist die Hafenbibliothek des Hafenmeisters (ein kleiner Aufsteller mit Büchern). In Stade liegt auch das Museumsschiff Greundiek und der Elbewer Wilhelmine von Stade (Wilma). Den Stadthafen von Stade erreicht man über die Schwinge, die in der Nähe des AKWs bei Stadersand in die Elbe mündet.
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Am Ufer in der Nähe der Kernkraftwerke und auch der anderen Kraftwerke muss man in bestimmten Bereichen immer ausreichend Abstand halten, weil hier großen Mengen an Kühlwasser aufgenommen werden und eine starke Sogwirkung entsteht. An anderer Stelle wird dieses Kühlwasser wieder abgegeben, woraus eine starke Querströmung resultiert. Auch wenn das AKW Stade bereits nicht mehr in Betrieb ist. Aber wer segelt schon gerne im Kühlwasser eines Atomkraftwerks. Im Mündungsbereich der Schwinge sieht man die zwei rot-weißen Leuchttürme der Richtfeuerlinie Stadersand. Das Unterfeuer passiert man direkt an der Flussmündung, während das Oberfeuer im Industriegebiet Stadersand steht. Vor Stadersand und Bützfleth befindet sich eine Reede. Hier liegen in der Regel einige Schiffe vor Anker.
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Nach dem Schwingesperrwerk, das meist offen ist, muss man noch zwei Klappbrücken passieren um Stade zu erreichen. Die Straßenklappbrücke der B495 öffnet in der Saison (31.3-1.10) an Wochenenden und Feiertagen nach Anmeldung von 6-22h sonst drei Stunden rund ums Hochwasser. Am Anfang der Schwinge gibt es auch ein paar andere Häfen. Aber auch in Stade sollte man ein wenig aufpassen, rund um das Niedrigwasser (ca. 1-2 Stunden davor und danach) immer in den Außenkurven in der Schwinge fahren und im Hafen an der Spundwand halten, und nicht an das vermeintliche Fahrwasser in der Mitte, das haben schon viele bereut, die ein paar Stunden in der Mitte des Hafenbeckens auf Hochwasser warten mussten.
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Unterhalb der Schwingemündung in der Nähe des Unterfeuers Bützflethersand liegen Tankschiffe im Hafen bei Dow Chemical und den Aluwerken. Weitere Häfen auf dieser Seite sind in Abbenfleth und bei Grauerort. Bei Grauerot steht noch eine alte Preußenfestung. Der nächste Sand auf der Ostseite ist Pagensand (Pferdeinsel). Das Anlegen und Zelten ist nur an bestimmten Stellen für nicht motorisierte Boote erlaubt. Anfang, Mitte und Ende der Insel markiert ein rotes Leitfeuer. Des Weiteren gibt es hier noch eine Richtfeuerlinie. Die 520 ha große Insel ist seit 1997 ein Naturschutzgebiet. Angeln, Lagerfeuer, und Hunde sind hier dementsprechend nicht erlaubt. Von 1910 bis zum Zweiten Weltkrieg hat sich die Fläche im Rahmen der Elbvertiefung durch Aufspülungen verfünffacht.
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Auch heute noch wird die 13,5 m tiefe Fahrrinne permanent für die immer größeren Megacarrier vertieft, was auch einige Probleme mit sich bringt. Kleinere Häfen versanden schneller und die Strömungsverhältnisse werden für Segler zunehmend ungünstiger. Die Saugbaggerschiffe kann man nicht übersehen, sie sind eigentlich überall präsent. Von der Nordspitze Pagensands zieht ein langer Leitdamm Richtung Fahrrinne.
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Die Pagensander Nebenelbe trennt Pagensand vom Festland. Von hier zweigen die Nebenarme Pinnau, über Uetersen nach Pinneberg und die Krückau nach Elmshorn ab. Hier gibt es die Häfen Pinnau und Krückaumündung oder z.B. Seester. Daneben münden hier auch noch weitere kleine Kanäle in der Nähe von Seestermühe. An der Mündung steht jeweils ein Leitfeuer, an der Pinnaumündung zusätzlich noch ein Richtfeuer. Das Krückau- und Pinnausperrwerk ist auf UKW Kanal 09 (Krückau- /Pinnau Lock) zu erreichen. Die Pinnauschleuse öffnet vom 16.3-15.10 auf Schallsignal drei Stunden vor bis zwei Stunden nach Hochwasser. Sonst nach Anmeldung zur vollen Stunde 6-22h.
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An der Spitze von Pagensand kommt dann auf der Südseite Schwarztonnensand und etwas abwärts der Ruthenstrom. An der Südspize von Schwarztonnensand kann es etwas flach werden, hier mündet ein kleiner Kanal Richtund Barnkrug und Assel. Auch am Ruthenstrom findet man einen Liegeplatz. Hier steht auf dem Deich auch das Richtfeuer Ruthensand. Am Nordufer liegen die kleinen Häfen Kollmar (dahinter der Leuchtturm) dann Bielenberg. Flussabwärts auf der Südseite bei Krautsand, steht wieder einer der schönen, alten Gittertürme und ein kleineres Unterfeuer. Eine weitere hübsche Altstadt flussabwärts ist Glückstadt, die man hinter dem nächsten großen Sand, der Rhinplatte erreicht.
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An der Südspitze der Rhinplatte steht im Wasser und durch einen Leitdamm mit der Insel verbunden, ein sehr hoher weißer Radarturm mit einer Plattform auf halber Höhe. Er ist gleichzeitig das Quermarkenfeuer Rhinplatte Süd. Glückstadt hat einen Binnen und Außenhafen die auch bei Niedrigwasser angelaufen werden können. Die Fahrrinne dorthin ist betonnt. Aus südlicher Richtung steuert man die Tonnen GN13 (grün) und GN 10 (rot) des Nebenfahrwassers an.
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Am Außenhafen befinden sich Schwimmstege direkt vor der Rhinschleuse. Der Binnenhafen ist entsprechend hinter der Schleuse. Die Schleuse öffnet auf Signal ("2 mal lang") ab zwei Stunden vor, bis Hochwasser. Die Schleuse ist auf UKW Kanal 11 (Glückstadt Lock), zu erreichen. Am Nordmolenkopf des Glückstädter Hafens leuchtet ein weißer Leuchtturm den Weg. An der Ostmole steht ein weiteres Molenfeuer. Wer nach Glückstadt segelt sollte hier unbedingt einmal traditionell Matjes essen gehen. Am Stadtrand und Außendeichs von Glückstadt bilden zwei Leuchttürme Glückstadts Richtfeuerlinie.
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Am Südufer von Wischhafen aus, fahren Autofähren aus der Wischhafener Süderelbe nach Glückstadt und zurück. Der Yachthafen von Wischhafen liegt hinter einem Sperrwerk noch ein ganzes Stück hinter dem Fähranleger in der Wischhafener Süderelbe. Das schwierige Fahrwasser wird in diesem Bereich durch mehrere kleine Feuer markiert. Diese stehen mit einem roten Kessel auf ein paar Dalben (z.B. Rhinplatte-Nord oder Wischhafen-Süderelbe). Die Leuchtbake Rhinplatte Nord am Ende der Insel, steht auch auf einem Leitdamm zur Rhinplatte, der bei Hochwasser komplett überspült ist. Da sollte man nicht hinüberfahren.
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Bei schlechtem Wetter wenn Wind und Tilde gegenan laufen, können in dieser Gegend schon ganz schön große Wellen entstehen. Etwas weiter, noch vor Brokdorf mündet die Stör auf der Nordseite in die Elbe. Am Südufer der Mündung steht ein Richtfeuer. Hinter dem Störsperrwerk (UKW Kanal 09 /Stör Lock) liegt Störloch,dann kommt der Hafen von Borsfleth, später auch Wewelsfleth und viele weitere Ausflugsziele. Im Unterlauf der Stör herrscht ein starker Tiedenstrom, bei Anlegemanövern sollte man das berücksichtigen um Schrammen zu vermeiden. Im Deichvorland flussabwärts der Störmündung steht das rot-weiß-rote Unterfeuer Hollerwettern. Es bildet eine Richtfeuerlinie mit Brokdorf. Hinter dem Deich kann man auch das alte Unterfeuer (ein schöner weißer Steinturm) sehen. Bei Brokdorf dreht der Flusslauf dann wieder nach Westen. Am Ufer sieht man einen weiteren Atommeiler (AKW Brokdorf), auf dessen Gelände das Oberfeuer steht.
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Am Südufer ist Freiburg. Der kleine Hafen liegt gleich hinter dem Sperrwerk am Ende des Freiburger Hafenpriels. Auf Höhe von Freiburg befindet sich die Brammer Bank, wo schon einige Schiffe und auch Yachten auf Grund liefen. Weiter auf der Nordseite stehen die Richtfeuer Scheelenkuhlen, etwas weiter kommt St. Margarethen. Auch dorthin führen zwei Kanäle die vor dem Deich enden. Außendeichs steht der Leuchtturm von St .Margarethen. An der Innenkurve des Flusslaufes, liegt hier nahe der südlichen Fahrrinnenbegrenzung als Uferausläufer, die große Sandbank Böschrücken.
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Wer weiter flussabwärts Richtung Brunsbüttel segelt, sollte ab dort meist ein bis zwei Windstärken mehr einplanen. Die Brackwasserzone wird von nun an immer salziger und die Elbe bekommt zunehmend den rauen Nordseecharakter. Am Nordufer bei Brunsbüttel erreicht man den Nord-Ostsee Kanal. Vor dem Kanal passiert man noch den Elbehafen und das dunkelgraue kastenförmige Kernkraftwerk. Am Elbehafenanleger werden Frachter mit einem Baggerkran beladen und gelöscht, am gegenüberliegenden Ufer liegen einige Schiffe auf Reede vor Anker. Bei starken Stürmen auf der Elbe dient die Reede Frachtschiffen als Zufluchtsort. Dahinter liegt ein ausgedehntes Naturschutzgebiet.
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Für die NOK-Schleuse sind spezielle Wartezonen eingerichtet. Vier Leuchtfeuer an den Molenköpfen markieren die Zufahrten. Des Weiteren stehen hier mehrere Richtfeuer. Hinter der Schleuse liegt direkt der Hafen von Brunsbüttel. Er ist tidenunabhängig und liegt quasi im NOK. Wer einmal zu spät dran ist und die letzte Schleusung verpasst hat, kann in dem anderen Yachthafen von Brunsbüttel festmachen, der kurz hinter der Schleuse liegt (flussabwärts). In dieser Gegend sollte auf den sehr starken Schiffsverkehr zwischen der Schleuse und dem Fahrwasser achten. Es ist ratsam den Funkverkehr der Revierzentrale Brunsbüttel (Brunsbüttel Elbe Traffic) auf den Kanälen 16, 68, 13, 14 abzuhören. "Brusbüttel Elbe Traffic" ist für die Elbe seit dem Hamburger Hafengebiet bis zur Ostemündung (etwas südlicher Tonne 53/54) zuständig.
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Im gegenüberliegenden Watt leuchtet das knapp 57m hohe, schlanke Oberfeuer Balje mit entsprechendem Unterfeuer den Weg. Das alte weiße Oberfeuer dient heute leider nur noch als Vogelwarte. Als nächster und längster Nebenfluss der Elbe zweigt die Oste (mit lang ausgesprochenem O) ab, von der aus man z.B. Neuhaus erreicht. An der Ostemündung steht eine Navigationsbake. Die 24m hohe schwarz-weiße Bake mit grünem Kopf ist zu drei Seiten senkrecht mit OSTE beschriftet. Am Osteriff kann man gelegentlich schon die ersten Seehunde beobachten. Ab der Oste bis zum Feuerschiff Elbe wird der Funkverkehr auf Kanal 71 und 16 von "Cuxhaven Elbe Traffic" abgewickelt. Das Ostesperrwerk hat den UKW Kanal 69 (Oste Bridge). Schräg gegenüber der Ostemündung führt ein Kanal beim Neufelder Sand nach Neufeld. Hier beginnen dann die Neufelder Salzwasserwatten. Im Watt liegt die kleine Medemsandinsel.
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Die Fahrrinne läuft jetzt am Südufer entlang. Hier stehen die Leuchttürme Bilum und etwas weiter dann Otterndorf. Die beiden rot-weiß gebänderten Türme sind baugleich und haben ein trichterförmiges Dach. Von der Elbemündung aus erreicht man jetzt Außendeichs den Hafen Otterndorf. Über die dortige Otterndorfer Schleuse führt der Elbe-Weser-Binnenschifffahrtsweg (Anfangs Hadelner Kanal) nach Bremerhaven während die Medem nach Otterndorf fließt. Dann kommt der Altenbrucher Hafen. Bei Altenbruch auf der Südseite steht die „dicke Berta“, ein hübscher, alter, weißer Leuchtturm mit schwarzem Aufbau. Heute wird auch er von kleineren Feuern der Richtfeuerlinie Altenbruch Wehldorf, die im Watt stehen abgelöst. Man kann den alten Turm aber noch von Ostern bis September besichtigen.
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Dann weitet sich die Elbe immer mehr, bis sie auf Höhe von Dithmarschen trichterförmig eine Breite von 15 Km erreicht und dort die 870 m3 Elbwasser pro Sekunde in die Nordsee fließen können. Auf beiden Seiten der Fahrrinne weisen einige Navigationsbaken den Weg. Wir erreichen im Süden nun kurz nach dem Richtfeuer Baumrönne Cuxhaven, mit einem schönen Strand, einem großen Yachthafen und der Alten Liebe. Die Alte Liebe ist die stromseitige Begrenzung des Vorhafens in Cuxhaven am Elbefahrwasser. Früher wurden hier zur Hafenbefestigung drei Schiffe mit Steinen gefüllt. Eines hieß Olivia, worus phonetisch aus dem Plattdeutsch Alte Liebe wurde. An der Nordseite der Elbmündung ist Friedrichskoog mit dem Fischereihafen und der Robbenschutzstation Wattenmeer.
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Wer mit dem Jolli nach Cuxhaven segeln möchte sollte auf die sehr starke Querströmung in der Hafeneinfahrt achten. Der Yachthafen von Cuxhaven liegt westlich an der Elbmündung. Bevor man ihn erreicht muss man noch den Amerikahafen und den Vorhafen der Fischereihäfen passieren. An der Hafeneinfahrt zum Yachthafen steht ein Radarturm. Westlich kommt dann nur noch der Fährhafen. Der Yachthafen hat 230 Liegeplätze für Yachten bis 12m Länge. Die Wassertiefe bei KN beträgt 2,50 – 3m. Des Weiteren gibt es in den anderen Hafenbecken noch weitere Liegeplätze. Die dortige Schleuse (Cuxhaven Lock) ist auf UKW Kanal 69 zu erreichen. In Cuxhaven liegen auch das Feuerschiff ELBE 1 und der Seenotrettungskreuzer Hermann Helms (DBAM).
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Ein ganzes Stück nordwestlich des Hafens befindet sich das Wahrzeichen von Cuxhaven. Die große Kugelbake, die der Seefahrt als Orientierungspunkt diente. Direkt am Hafen steht ein 23 Meter hoher Backsteinleuchtturm in direkter Nachbarschaft steht ein historischer Wind und Wasserstandsanzeiger für Helgoland (H) und Borkum (B). Daneben gibt es noch ein paar andere Seezeichen (Leuchtturm Steubenhöft u. Duhnen). Auf Höhe der Kugelbake endet nun die Niederelbe und mit ihr unser Segelrevier. Als Außenelbe fließt der Fluss nun gut 32 km weiter durch das Watt in die Nordsee. Am westlichen Fahrwasserrand verläuft noch der 9 km lange Kugelbake-Leitdamm ins Watt um der Spülwirkung in die Fahrrinne entgegen zu wirken.
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Nun beginnt auch schon die weite Nordsee mit Neuwerk und Scharhörn (die zu Hamburg gehören). Auch auf Neuwerk steht ein großer massiver Backsteinleuchtturm der früher als Festung die Elbmündung vor Piraten schützen sollte. Rings um die Inseln liegt der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer am südlichen Fahrwasserrand. Hier kann man auch hin und wieder einmal Schweinswalen begegnen. Nördlich der Fahrrinne, im Watt liegend, kann man den Leuchtturm von Vogelsand erkennen. Nördlich des Leuchtturms liegen heute noch die Wrackteile der UNDO, die hier 1961 strandete. Der Leuchtturm Großer Vogelsand der 1974 das Feuerschiff ELBE 2 ablöste steht auf der gleichnamigen Sandbank. Er ist mit 15 Millionen Mark der teuerste Leuchtturm Deutschlands. Er ragt 45m aus dem Wasser heraus, für Schiffbrüchige sind Notunterkünfte vorhanden und das Dach ist eine Hubschrauberplattform. Demnächst wird der Leutturm aus Kostengründen abgerissen, da er seit einiger Zeit nicht mehr benötigt wird. Mit der Ansteuerungstonne endet nun knapp 32 Kilometer in der deutschen Bucht die Elbe.
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