Oberelbe und Dänemark



Die Oberelbe

Wenn wir die Ronja Anfang Mai nach Wedel überführen, gelangen wir, von Tatenberg aus, auf die Oberelbe. Hier ist der Flusslauf etwas enger und auf beiden Seiten wegen des Hochwassers im Herbst sehr hoch eingedeicht, so dass man nur noch die Hausdächer sieht. Auf dem kurzen Stück Deichvorland findet man eine Menge Strände und kleinere Buchten die meist von Sportbooten zum Wasserskilaufen und Wakeboarden genutzt werden. Wer hier ankern will sollte immer darauf achten, dass man während der Ebbe nicht trocken fällt oder stecken bleibt. Dies gilt auch für Jollenkreuzer und andere Schwertkieler. Natürlich gibt es hier auch Berufsschifffahrt, vor allem größere und kleinere Schuten transportieren hier so ziemlich alles, in Richtung Hamburger Hafen und zurück.


 

Auf der Nordseite Richtung Osten liegt der Hafen Oortkaten, hier gibt es eine Sliprampe und einen Imbiss, den vor allem Motorradfahrer an den Sommerwochenenden nutzen. Jenseits des Deiches liegt ein Gasthof und der große Hohendeicher Badesee auf dem kleine Robinson-Jollen segeln. Vorsicht ist hier geboten, denn bei Ebbe gibt es nur eine sehr schmale, nicht betonnte Fahrrinne im Hafenbecken. Weitere Häfen sind z.B. Zollenspieker mit der Elbfähre, dem Fährhausrestaurant und einem Imbiss.


 

Zollenspieker Fähre 



Als nächster größerer Ort kommt Geesthacht, einer kleinen Stadt hinter der großen Elbschleuse und der Wehranlage. Von hier an ist die Elbe dann tidenunabhängig und wird auf eine Höhe von 4m über NN gestaut. Elbaufwärts gibt allerdings hin und wieder mal eine Brücke (z.B. in Lauenburg). Bei Lauenburg mit seiner historischen Altstadt erreicht man den Elbe-Lübeck-Kanal. Der Kanal ist im Gegensatz zum NOK eher schmal. Kleinere Schuten (bis 1000t) transportieren hier vor allem Schuttgut. Der Elbe-Lübeck-Kanal mündet bei Lübeck in die Trave. Von dort aus gelangt man in die Südliche Ostsee. Die Sportboothäfen an der Südseite sind: Neuland, Bullenhausen, Fliegenberg, Hoopte und Drage. Von Geesthacht nach Cuxhaven benötigt das Wasser ca. 26 Tage.


 

Unterwegs

Auf Sommertour geht es dann in die Ostsee. Rund Fünen kommt dann auch richtig Urlaubsstimmung auf. Grönland mal ausgeklammert, ist Fünen die zweitgrößte Insel des Königreichs. Starke Stürme und lang anhaltende Flauten sind verhältnismäßig selten, die vielen Inseln, Fjorde, Sunde, eine 7400 km lange Küstenlinie, Salzlakritz, Pölser und das dichte Hafennetz bieten ideale Sommertourbedingungen.


 

Aktuelle Karten, einen guten Kompass, Navigationsbesteck, ein Fernglas und die Fähigkeit dieses auch zu benutzen sollte man schon mitbringen. Im übrgen gilt in dänischen Gewässern Schwimmwestenpflicht. Das Hafengeld (Havnepenge) ist von der Läge des Schiffes abhängig. Für ein 15 er Jolli bezahlt man zischen 75 und 95 kr (bis 7m/10m), das sind umgerechnet ca. 12 EUR pro Tag. Mehr von der Sommertour 2005


 

Unsere Route zur Sommertour die wir vorher geplant hatten, konnten wir leider nicht einhalten, wegen des anhaltenden Starkwinds, bzw. Sturms.