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 | Ronja im Dock |
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Winterlager
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In der kalten Jahreszeit liegt die Ronja in der Halle der Werft Allermöhe. Normalerweise ist es sehr bedauerlich für einen Segler, wenn das Wetter allmählich immer stürmischer und kälter wird, denn es droht der Herbst und mit ihm die alljährlich anstehenden Winterarbeiten. Wer freut sich schon darüber? Es sei denn, das Winterlager ist auf der Werft Allermöhe... Denn hier ist alles anders!
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"Zuckerbrot und Peitsche"
Man freut sich die alten Bekannten wieder zu sehen, auch wenn man sich hin und wieder eine Standpauke abholen muss: "Was hast Du denn da gemacht? Wieso warst Du letzte Woche nicht da?" Oder wenn man morgens nicht gleich auf der Matte steht: "Na, gestern gefeiert?" Sonntags dann, kann man fast die Uhr danach stellen, wenn es wieder heißt: "Kommt ihr gleich rüber? Kaffee und Kuchen?" Oder auch beliebt: "Was ist das denn? Das ist ja wohl nicht Euer Ernst! Ich mach Euch 'ne neue Scheuerleiste, solange ihr das da wieder rückgängig macht!" Alles in allem habe ich noch nie eine so herzliche Werft mit so vielen lieben Menschen (trotz der kleinen Dispute zwischen den Ost- und Westseitenliegern) erlebt, wie die Werft Allermöhe. Die meisten liegen mit ihren Schiffen schon sehr lange auf der Werft, manche basteln auch schon seit Jahrzehnten an ihrem Liebling, wie böse Zungen behaupten. Letztes Jahr verirrte sich sogar eine Robbe nach Allermöhe, welche den vielen Haubentauchern, Enten, Schwänen und Fischen die Show stahl.
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Unterwegs auf der Doven Elbe Kurs Wedel
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Die Saison der Ronja beginnt traditionell am ersten Mai, parallel zu den großen Feierlichkeiten des Saisonauftaktes der Padelleih Bootvermietung auf der Werft. Da die Ronja den Sommer über im Hamburger Yachthafen Wedel liegt, wird Sie alljährlich vom Osten der Stadt in den Westen überführt. Nach ein paar Tagen legen wir mit gelegtem Mast in Allermöhe ab. Wir fahren auf der idyllischen Doven Elbe, am Regattazentrum und ein paar kleinen Inseln vorbei, in Richtung Tatenberger Schleuse um dort die Elbe zu erreichen.
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Nach der Schleusung erreichen wir die Elbe, und als hätte man einen Schalter umgelegt tauschen wir die grüne Idylle gegen Spundwände, jede Menge Industrie der Norddeutschen Affinerie und der blauen Hängebrücke der A1. Schnell realisiert man die Nähe zur Großstadt. Vor uns liegen nun die Elbbrücken, das Tor zum Hamburger Hafen. Ab hier wird die See unruhiger, die Wellen der unzähligen Schuten, Barkassen und der Autofähren, schlagen zwischen den Spuntwänden des Hafenbeckens hin und her. Entlang Meter hoher Dalben und dem Gemüse-Großmarkt nähren wir uns der Hafencity. Alternativ kann man schon vor dem Großmarkt, steuerbord in den Zollkanal fahren, entlang der Speicherstadt. Diesmal wählen wir den geraden Weg. Am Grasbrook läuft gerade ein Beachvolleyballspiel als wir an der Kehr-Wieder-Spitze den City Sport Hafen am Rödingsmarkt anlaufen. Kurz auf das Wasserflugzeug gewartet, angelegt, verholt und wieder angelegt, Eis gegessen und mit der Bahn nach Hause. Wie schon im vergangenen Jahr endet hier unsere erste Etappe.
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Am nächsten Tag ging es dann weiter. Schon aus dem Fenster der U-Bahn (U3) können wir den Holzmast mit dem roten Verklicker auf der Ronja liegend erkennen. Der Mast ist schnell gestellt, und weiter geht es. Kaum ein Stück weiter sind wir auch schon alle nassgepritzt. An Steuerbord liegen die Landungsbrücken, Backbord Blohm und Voss. Kaum haben wir den Fischmarkt und die Beachclubs passiert, wird das Wasser etwas ruhiger.
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Wir fahren weiter, vorbei an dem Strand von Övelgönne, Finkenwerder, Blankenese, Wilkommenhöft in Schulau und jeder Menge großer Containerschiffe. Vor uns sehen wir schon den Radarturm und die beiden Hafeneinfahrten des Wedeler Yachthafens. Im Hafen festgemacht, geht es erst mal ganz schnell auf Klo. Bevor wir uns dann auf den kilometerlangen Fußweg zum Wedeler S-Bahnhof machen, gehen wir erst einmal in der Tonne 122 etwas essen. Deutlich gestärkt gehen wir mit unserem Gepäck 20 min zum Bahnhof, dann 20 min auf die Bahn warten und 30 min mit der Bahn fahren. Der Segelsommer ist eröffnet.
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