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 | Das Schiff |
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Wie alles begann
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Als wir am 17. August 1999 die Ronja von einem Bekannten kauften, stand sie bereits zwei Jahre an Land. Wir dachten uns da nichts weiter bei. Das Schiff sah hübsch aus, hatte eine Kajüte (was uns als ehemaligen Kutterseglern am meisten gefiel) und war wie besagt aus Holz, was uns am Wichtigsten war. Wir betrachteten das Schiff und dachten laut vor uns hin: "Fugen müssen neu gemacht werden, Farbe abziehen, lackieren und dann können wir doch schon ins Wasser...". Abgemacht, gekauft und zu uns geholt.
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Viel Arbeit kündigt sich an...
In der Euphorie endlich ein eigenes Schiff zu besitzen, hatten wir anfänglich wohl die eine oder andere "Kleinigkeit" übersehen... Als wir anfingen zu arbeiten, fiel uns auf, dass das Sperrholz auf dem Deck merkwürdig wellig war, ohne groß zu zögern, lösten wir vorsichtig das erste Stück Deck ab...uns erwartete der Anblick eines völlig verkommenen, verschimmelten Stabdecks aus allem Holz, was der Wald so hergibt... (Nadelhölzer, Eiche, etc.). Schließlich standen wir in einem Berg von Sperrholz und uns wurde bewusst, dass diese Winterarbeiten wohl intensiver würden,... Das Deck muss kalfatert werden, aber wie macht man das? Und wie bekommen wir diesen Schimmel weg? Der Aufbau sah auch nicht viel besser aus, das Holz war ca. 2-3 mm dick und vollkommen ausgetrocknet, so sehr, dass wir nicht einmal die Fugen auskratzen konnten. Also bitte nicht gegen lehnen oder überhaupt irgendwie anfassen, das knackt so... Aber der Rumpf, der ist doch in Ordnung...oder? Wie dick dürfen Fugen aus Sika eigentlich maximal sein? Drei Zentimeter? Oder sogar vier? Na, also die müssen auch neu...
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Die Taufe
Gesagt getan, wenn auch etwas wehmütig...das hatten wir uns anders vorgestellt (vor allem billiger). Etwa 11 Monate später war die Ronja fertig. Taufe, Stapellauf...platsch! Und nochmal platsch...aber wieso innen? "Das zieht sich schon zu!" sagten uns die Leute. Das ist ganz normal. Bei so einem alten Holzschiff gibt's das schon mal. In einer Woche ist das vorbei. Vor der Sommertour wollten wir unseren Außenborder noch einmal zur Wartung bringen, da dieser augenscheinlich nur an Feiertagen Dienst hatte. Der Wartungsservice erzählte uns von einem Museum für Schifffahrt, die bestimmt Interesse an unserem 4 PS Chrysler hätten, da Chrysler ja nun schon seit mehr als zwanzig Jahren keine Bootsmotoren mehr herstellen würde. Also einen Außenborder kaufen aber dann ging's los.
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Ronja on Tour
Innerhalb einer Woche kamen wir von Hamburg-Moorfleet nach Kiel-Laboe. Immer noch sehnlichst darauf wartend, dass die Ronja sich zuzieht. Bis hierhin bestand das Segeln eher aus "Jenny segelt, ich pumpe". Wir fanden es schon komisch, dass wir nachts alle zwei Stunden aufstehen mussten, um zu pumpen. Wir beschlossen auf der Werft in Laboe mal um Rat zu fragen... Gekrant, geflickt, und die abschließende Frage gestellt: "Können wir damit jetzt weiter fahren?" Mitleidiger Blick vom Bootsbauer: "Können schon. Ich würde es nicht machen." Das war sie nun, unsere erste Sommertour, Rückkehr und noch einige Segelwochenenden auf der Elbe, vorzugsweise in die Schlickhäfen, da hatte man wenigstens ein paar Stunden Ruhe... An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bedanken, bei dem Wedeler Hafenmeister (West-Anlage) der nicht aufgegeben hat, die Ronja leer zu pumpen.
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Am Kran in Laboe
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